Mach doch einmal ein kleines Experiment:
Lächel einmal. Einfach lächeln. Du musst nicht fröhlich sein, Du sollst einfach nur lächeln. Beobachte Dich jetzt selbst … schon nach wenigen Sekunden entsteht in Dir ein Gefühl der Freude, richtig?
Dasselbe funktioniert auch mit einem traurigen Blick. Schau einmal nach unten rechts und lass die Munwinkel hängen. Die ganze Gesichtsmuskulatur schlaff hängen lassen und die Augenbrauen in der Mitte etwas hochziehen… Es dauert nicht lange und es kommen Dir die ersten negativen Gedanken und Du wirst tatsächlich traurig, richtig?

Die Psychologie hat diese Prozesse schon lange untersucht und bewiesen: Die Mimik folgt der Emotion, das war immer klar. Aber anders herum gilt die Regel auch: Die Emotion folgt auch der Mimik.
Das heißt also unsere Mimik – und somit auch die Fähigkeit zur Mimik – hat einen Einfluss auf unsere Gefühlswelt und damit indirekt auch auf unsere Charaktereigenschaften.

Jetzt stell‘ Dir einmal vor, jemand würde Dich so im Mundbereich operieren, dass Du nicht mehr lächeln könntest. Was hätte das wohl für Auswirkungen auf Deine Fröhlichkeit? Und auf Dauer auf Deinen Charakter? – Genau diese Gesetzmäßigkeit gilt auch für andere Bereiche im Gesicht. Während der geistigen Konzentration legen z. B. viele Menschen die Stirn in Falten, und zwar in ganz bestimmten Bereichen (z. B. im Bereich oberhalb der Nasenwurzel). Wird dort nun Botox in die Haut gespritzt, kann die Mimik nicht mehr vollzogen werden und die Folge ist eine Schwächung der Konzentrationsfähigkeit.
Habe ich im Alltag zunehmend Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, verändert sich automatisch mein Verhalten und damit auch mein Charakter. – Und so gibt es zahlreiche Beispiele für Veränderungen des Verhaltens und des Charakters je nachdem welcher Eingriff an welcher Stelle im Gesicht erfolgt.

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